Neujahrsgruß

Das neue Jahr läuft schon seit einigen Tagen vor sich her, da dachte ich, ich schreibe auch mal was nettes.

Als erstes wünsche ich euch alles Gute, Frohe, Beste, Gesündeste, Geschmackvollste… Bla Bla Bla – ihr wisst schon. Ich hoffe ihr seid gut hineingerutscht.

Jetzt gehe ich aber mal auf mich ein, nun, puh, weiß nicht, irgendwie, komisch, seltsam; ach was soll’s. Ich bin in dieses nun laufende Jahr recht unspektakulär gestartet, ich gestehe – wirklich schlimm finde ich das nicht. Ich war weder in Köln noch auf irgendeiner anderen Eskalation, kann daher auch nicht mitreden.

Ein kleiner Exkurs: Ich bin ziemlich genervt von der vielen c-z Prominenz, welche geradewegs aus der Versenkung auftaucht um die Welt und ihre Probleme zu retten. Flüchtlinge hier, Vergewaltigungen da, Terror hier und Bomben da. Mensch Leute, ist das alles wirklich so neu? Wir leben seit Jahren damit, warum machen wir uns jetzt so bekloppt? Natürlich tut es mir Leid für die Opfer der Silvesternacht in Köln, natürlich tut es mir Leid für die Opfer von Paris, klar, aber genau so tun mir die 100.000den Leid die in den vergangenen 2015 Jahren ihr Leben, ihre Würde, ihren Stolz und ihr Selbstvertrauen bei sowas ließen. Seid doch mal ehrlich zu euch selbst, wie neu ist das alles? Seid ihr jahrelang mit Scheuklappen durch die Welt marschiert? Alle Jahre wieder, aber jedes mal ist es ganz was neues?

Bevor jetzt irgendwelche Sachen in den Raum gestellt werden: ich habe generell weder was gegen Flüchtlinge, noch gegen Ausländer, noch gegen irgendwen anders, okay?! Dazu muss ich aber sagen, ich finde schon manche Menschen doof, Terroristen zum Beispiel, aber bevor ich irgendjemanden über einen imaginären Kamm schere, unterhalte ich mich gerne mit der Person. Ich befürchte zwar das ein Terrorist selten mit mir ein Gespräch führen möchte bevor ich ihn für einen Idioten betiteln kann, aber wenn, dann gerne. Mir geht es ums Prinzip, wenn er mich danach erschießt, gut, ich habe es vorerst gut gemeint. Schluss damit. Exkurs Ende.

Ich muss gestehen das ich nicht viel von den guten alten Vorsätzen für das neue Jahr halte. Man hält sich doch bekanntlich eh nicht dran, trotzdem habe ich mir eines auf die Liste geschrieben: Leben!

Bei all dem Terror, der anschließenden Angst, dem absoluten Bullshit den uns teilweise die „Medien“ (wie auch ironischerweise dieser Blog) beibringen wollen fehlt uns so einiges davon. Wenn ich hier und da mal durch die Straßen laufe oder höre sowas wie „Hey, wie konntest du nur in die Stadt XY fahren, das ist doch viel zu gefährlich..“ da schlottern mir echt die Knie. Hey, wir leben verdammt nochmal nur einmal, genau so gut kann mich vor meiner Haustür ein fehl gelenkter PKW kaputt fahren, mensch, das passiert, da steckt man nicht drin, jetzt soll ich aber Angst haben und mich einkoten weil grob geschätzt 1,5 % unserer Weltbevölkerung ihre Schwanzlänge mit Waffen (ob psychologisch, sexuell oder mechanisch) kompensieren will? Das Spiel will ich nicht mitspielen.

Vergesst bitte nicht das wesentliche. Ich bin weder Gandhi noch Einstein, ich heiße nicht Merkel und auch nicht Jauch, möchte weder die Welt retten noch irgendeine Religion vertreten und vor allem niemanden beeindrucken, worauf ich hinaus möchte: denkt bitte einmal drüber nach, lasst euch nicht von irgendwelchen pseudo wichtigen Menschen verwirren, geht auf die Straße und helft den Menschen die es aktuell am nötigsten haben.

Amen.

Bevor ich jetzt aber ganz Schluss mache: bestraft die Täter angemessen und nicht das System, nicht die Bevölkerung und nicht die Leute die versuchen sich hier in Deutschland mit einer zweiten Chance ein neues Leben aufzubauen. Ich werde über Flüchtlinge, Asylanten und dem ganzen Rattenschwanz nicht mehr all zu viel schreiben, für mich ist es Alltag, ich bewundere viele der Leute die tausende Kilometer hinter sich gebracht haben um hier ein neues Leben zu beginnen. Wir deutsche begehen meiner Meinung nach mindestens genau so viele Verbrechen, ob kapital, sexual oder wie auch immer, das ist leider Alltag. Man gewöhnt sich dran, man hört irgendwann weg, jetzt haben wir mal eine nicht so alltägliche Situation und schon die Auffuhr des Jahrtausends, mit den selben Problemen wie sonst auch.

Bis dann.

 

 

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